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Tausende spenden, damit 89-Jähriger in Ruhestand gehen kann

Fidencio Sanchez kann es sich mit 89 Jahren nicht leisten in Rente zu gehen. Sein Schicksal berührt so viele Menschen, dass über 250.000 Dollar Spenden zusammenkommen.

14.09.2016 11:00 | 1:20 Min | © Wochit

Dank Crowdfunding in den wohlverdienten Ruhestand

Mit 89 Jahren noch täglich arbeiten müssen? Wie im Video gesehen war das für Fidencio Sanchez aus Chicago bisher unumgänglich. Damit genug Geld zusammenkommt, um seine Familie zu ernähren, zieht er jeden Tag und bei jedem Wetter mit seinem kleinen Wagen los und verkauft Eis. Als Joel Cervantes davon erfährt, startet er ein Crowdfunding-Projekt. Das Ziel: 3.000 US-Dollar, damit der betagte Herr nicht mehr jeden Tag losziehen muss. Das ungeahnte Ergebnis: Fast 400.000 US-Dollar! Was es mit Crowdfunding-Projekten auf sich hat und wie auch ihr mit wenig Aufwand Gutes tun könnt – hier gibt’s Infos.

Tausende spenden, damit 89-Jähriger in Ruhestand gehen kann

Crowdfunding – Was steckt eigentlich dahinter?

Der Begriff Crowdfunding setzt sich zusammen aus crowd = Menge/Masse und funding = Finanzierung. Das heißt: Projekte sollen durch viele verschiedene Teilnehmer finanziell unterstützt werden. Beim Crowdfunding geht es also darum, Menschen für eine Idee, ein Unternehmen oder ein Projekt zu begeistern, sodass diese bereit sind, dafür Geld zur Verfügung zu stellen. Dabei wird vorher eine Summe festgelegt, die erreicht werden soll. Machen ausreichend Leute mit und kommt genug Geld zusammen, kann das Projekt realisiert werden. Dabei wird zwischen verschiedenen Modellen unterschieden, bei denen die Investoren teilweise ein Dankeschön oder auch Gelder zurückbekommen, wenn das Projekt Erfolg hat. Es gibt aber auch Spenden-Crowdfunding wie das für den Eisverkäufer Fidencio Sanchez. Kommt ein Projekt nicht zustande, weil in dem zuvor festgesetzten Zeitrahmen nicht genug Geld zusammengekommen ist, bekommt jeder Investor sein Geld zurück. 

Von der Couch aus Gutes tun? Mit Crowdfunding-Projekten nichts leichter als das

Das von Joel Cervantes ins Leben gerufene Crowdfunding-Projekt ist inzwischen beendet und ein modernes Märchen der Altersvorsorge. Verschiedene Portale bieten inzwischen Crowdfunding an: Die bekanntesten Crowdfunding Plattformen sind Kickstarter und Indiegogo. Stöbert einfach ein wenig oder sucht nach speziellen Ideen, die euch überzeugen – so könnt ihr ganz bequem von zu Hause aus Gutes tun und Menschen bei ihrem Traum unterstützen.

Spenden
© via flickr.com / CC BY-ND 2.0

Crowdfunding, Spenden & Co.: So könnt auch ihr mit wenig Aufwand helfen

Es gibt sicherlich auch in eurer Umgebung viele Menschen, die Hilfe benötigen. Selbst aktiv werden ist da gar nicht schwer. Viele Portale bieten ähnliche Crowdfunding-Projekte wie das von Cervantes an. Aber auch darüber hinaus kann man sich mit wenig Aufwand engagieren. Wir haben Tipps für euch:

- Einkäufe erledigen: In der Wohnung gegenüber leben ältere Menschen, die nicht besonders gut zu Fuß unterwegs sind? Oder habt ihr die alleinerziehende Mutter schon des Öfteren beobachtet, wie sie mit Kind und Kegel zum Supermarkt läuft und die Einkäufe kaum selbst tragen kann? Bietet doch einfach mal an, den Einkauf für sie mit zu erledigen. Das macht kaum Mühe, weil man ohnehin los muss, und anderen ist geholfen.

- Ehrenamt: Ob das Kindertraining im Sportverein, die Essensausgabe für Obdachlose, Gassigehen im Tierheim oder Vorlesen im Altersheim – überall ist ehrenamtliches Engagement gefragt. Viele freuen sich über regelmäßige Unterstützung, aber auch gelegentliche Einsätze sind oft gern gesehen. Fragt am besten einfach mal nach, ob eure Hilfe gebraucht wird oder informiert euch auf entsprechenden Websites und Portalen, wo helfende Hände benötigt werden.

- Geld spenden: Nicht nur über Crowdfunding kann man Geld für ein bestimmtes Projekt spenden. Auch andere Organisationen und Vereine setzen sich für Hilfsbedürftige ein. Im Gegensatz zu Crowdfunding-Projekten kommt hier das Geld nicht nur dann an, wenn eine bestimmte Summe zusammengekommen ist, sondern auch kleine Summen werden eingesetzt. Zwar geht das Geld nicht eins zu eins an den vorgesehenen Zweck, da auch Personalkosten, Verwaltung usw. von den Geldern bezahlt werden, auf den Seiten von seriösen Anbietern könnt ihr allerdings sehen, wieviel Prozent eurer Spende wo landen.

- handwerkliche Tätigkeiten anbieten: Handwerker sind teuer – und deshalb kann es sich nicht jeder leisten, professionelle Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Aus diesem Grund freuen sich Freunde und Bekannte ebenso wie Nachbarn und soziale Einrichtungen, wenn tatkräftige Hilfe naht. Ob zum Rasenmähen, Schrank aufbauen oder Streichen – wer Spaß daran hat, seine Hände zu benutzen, wird immer gern gesehen.

- Kleidung spenden: Die Hose, die zwickt, die Bluse die spannt und der Mantel, der eigentlich nicht mehr gefällt – ein paar Kleiderleichen hat wohl jeder im Schrank. Oft sind die Kleidungsstücke aber noch viel zu gut, um sie endgültig zu entsorgen. Warum also nicht spenden? Altkleidercontainer von sozialen Einrichtungen oder andere Sammelstellen freuen sich über Hose, Bluse und Co. und geben sie an Obdachlose oder Flüchtlinge weiter.

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