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Von diesem beliebten Getränk bekommst du fiesen Mundgeruch

Viele von uns trinken es jeden Morgen - ohne zu ahnen, dass dieses Getränk schuld an unangenehmem Mundgeruch sein kann.

24.01.2017 11:21 | 1:01 Min | © Wochit

 

Mundgeruch: Das hilft wirklich

Mundgeruch ist nicht nur unangenehm, sondern kann ein echtes Hindernis im Alltag sein. Doch zu glauben, mangelnde Zahnhygiene allein sei dafür verantwortlich, ist falsch. Hier erfährst du, welche Ursachen wirklich hinter üblem Atem stecken und vor allem, was du dagegen tun kannst.

Inhalt

Das Übel mit dem üblen Atem

Unter Mundgeruch leiden viele Menschen und schämen sich wohlmöglich sogar deswegen. Kommt dir eine andere Person zu nahe, traust du dich gar nicht mehr den Mund zu öffnen? Verständlich, doch bei Dates, geschäftlichen Besprechungen oder auch einfach an der Supermarktkasse – ohne Worte geht es nicht. Bevor du entscheiden kannst, wie du deinen Mundgeruch für immer loswirst, solltest du Ursachenforschung betreiben. Denn die Gründe für fiesen Atem sind zahlreich.

Ein Klassiker beim Thema übler Atem ist der morgendliche Mundgeruch. Nach einer Nacht voller süßer Träume erwachen viele Menschen mit einem üblen Geschmack im Mund. Wer morgens also wenig kommunikativ ist, zählt vielleicht gar nicht zu den Morgenmuffeln, sondern mag dem Partner kein Küsschen aufdrücken, weil er einfach unter unangenehmen Ausdünstungen leidet.

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Abstandhalten kann bei Mundgeruch nur bedingt helfen. © Pixabay

Ursachen für Mundgeruch

Aber wieso? Hals-Nasen-Ohren-Arzt Erich P. Voigt klärt im Gespräch mit "Business Insider" auf. Demnach kann eine Nasennebenhöhlenentzündung schuld sein. Denn bei dieser Erkrankung bildet sich Schleim. Wird dieser nicht abgehustet, sammelt er sich im Rachen und verursacht schlechte Gerüche im Mundraum. Ein weiterer Grund ist abendliches Schlemmen. Dabei spielt es offenbar keine Rolle, ob du bei geruchsintensivem Knoblauch zugreifst oder etwas ganz anderes isst. Vielmehr ist der Zeitpunkt der Mahlzeit entscheidend.

Legst du dich danach ins Bett, versucht dein Körper liegend zu verdauen. Dabei kann die Magensäure, die Bakterien und Mikroorganismen enthält, in die Speiseröhre und auch in den Mundraum schwappen. Weil der Speichelfluss nachts deutlich geringer ausfällt als im Wachzustand, können Keime nicht aus dem Mund gespült werden. Die Folge: Mundgeruch. Der Experte rät daher, zwischen deinem Abendessen und dem Zubettgehen mindestens dreieinhalb Stunden verstreichen zu lassen. Funktioniert das nicht, greife keinesfalls zu Fettigem. Bei der Verdauung von saftigen Burgern oder ölgetränkten Pommes ist besonders viel Magensäure von Nöten.

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Vor dem Schlafen nichts mehr zu essen, kann helfen. © Pixabay

Auch der Konsum von viel Kaffee, Zigaretten und Alkohol kann deine Mundflora schädigen. Die aeroben (auf Sauerstoff angewiesenen) Bakterien ziehen sich dann zurück und machen den anaeroben (ohne Sauerstoff lebenden) Fäulnisbakterien Platz. Diese nisten sich zwischen den Zahnfleischtaschen oder in den Ritzen zwischen Zahnfüllungen und Zunge ein und fressen sich an Speiseresten satt. Dabei bevorzugen sie eiweißreiche Nahrung. Die Ausscheidungen dieser Bakterien lassen den Atem schließlich nach Verwesung und fauligen Eiern riechen.

Setze auf Mundhygiene

Um hartnäckigen Mundgeruch zu vermeiden, solltest du auf deine Mundhygiene achten. Putze dir mindestens zweimal am Tag die Zähne, besser sogar nach jeder Mahlzeit. Zahnseide und Zwischenraumbürstchen entfernen auch noch die kleinsten Speisereste. Befindet sich auf deiner Zunge ein weißlicher Belag? Spezielle Zungenreiniger sollten sich in diesem Fall in deinem Badezimmerschränkchen finden lassen. Abschließend mit Mundwasser ordentlich durchspülen und die Flüssigkeit auch mehrmals durch die Zahnzwischenräume ziehen. Professionelle Zahnreinigungen sollten ebenfalls regelmäßiger Bestandteil deines Lebens sein.

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Lass deine Zähne regelmäßig von einem Arzt untersuchen. © Pixabay

Hilft auch die penibelste Reinigung nicht, liegt möglicherweise eine medizinische Ursache vor. Speisereste in den Falten von besonders dicken Gaumenmandeln oder sogar vereiterte Kieferhöhlen sind dann nicht auszuschließen. Riecht dein Atem nach altem Fisch, könnte eine Stoffwechselstörung verantwortlich sein, bei der die Substanz Cholin nicht komplett abgebaut wird. Eitergeruch mag für eine Lungenerkrankung sprechen und Uringeruch für eine Nierenstörung. Azeton gibt dagegen einen Hinweis auf Diabetes. Sind die Organe Leber oder Galle betroffen, entsteht ein mäuseartiger Mundgeruch. Stellst du ein solches Symptom an dir fest oder kannst du deinen Mundgeruch auf keine Ursache zurückführen, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Ist der Mundgeruch chronisch, kann auch die Einnahme bestimmter Medikamente dahinter stecken. Entweder handelt es sich dabei um eine Nebenwirkung oder die Medizin reizt den Magen. In dem Fall kann dir ebenfalls dein Arzt am besten weiterhelfen.

Alternative Methoden

Experimentierfreudige Menschen können es mit dem sogenannten Ölziehen versuchen. Die ayurvedische Methode soll den Körper von Giftstoffen befreien und sogar Krankheiten lindern. Nimm dazu morgens, noch vor dem Zähneputzen einen Esslöffel kalt gepresstes Sonnenblumenöl in den Mund. Bewege das Öl zehn bis zwanzig Minuten in deinem Mund sanft hin und her und ziehe es zwischen den Zähnen durch. Anschließend ausspucken. Die Kur solltest du acht bis 14 Tage lang durchführen.

Spülungen mit Xylit werden ebenfalls bei der Bekämpfung von Mundgeruch empfohlen. Der süße Zuckeraustauschstoff soll die Bildung von Karies reduzieren, Parodontitis vermeiden und sogar die Lust auf Süßes dämpfen. Zahnbelag wird angeblich ebenfalls vermindert und damit die Bildung von Zahnstein. Auch hier soll am Ende der Spülung die Flüssigkeit ausgespuckt und keinesfalls konsumiert werden. 

Hausmittel

Immer wieder wird dazu geraten, ausreichend zu trinken. Eine entsprechende Flüssigkeitszufuhr kann sich tatsächlich auch positiv auf das Problem mit dem Mundgeruch auswirken. Flüssigkeitsmangel kann zu Mundtrockenheit und somit zu schlechtem Atem führen. Am besten ist klares Wasser dafür geeignet, denn Koffein und Alkohol entziehen dem Körper Feuchtigkeit.

Bei einer Blutuntersuchung kann außerdem festgestellt werden, ob etwaiger Mineralstoffmangel die Ursache des schlechten Atems ist. Eine Unterversorgung von Vitamin B, Vitamin C und Zink kannst du recht schnell ausgleichen, indem du auf Präparate aus der Apotheke setzt.

Betroffene greifen gerne zu Kaugummis, um ihren Mundgeruch zu kaschieren. Während es kurzeitig Erleichterung bringen mag, ist das auf Dauer nicht empfehlenswert. Auch zuckerfreie Varianten enthalten häufig Weichmacher, Aromastoffe oder Emulgatoren und die können gesundheitsschädlich sein. Hausmittel wirken dagegen gleich gut und sind auch bekömmlicher. Petersilie riecht nicht nur lecker, sondern verbessert dank Chlorophyll auch die Mundflora. Der pH-Wert steigt und die Fäulnisbakterien fühlen sich nicht mehr wohl.

Fazit: Mundgeruch kann die unterschiedlichsten Gründe haben und nicht nur an mangelnder Zahnhygiene liegen. Manchmal liegen organische Probleme vor, manchmal ist aber auch der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme für den schlechten Atem verantwortlich.

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