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Nik P. ist einer der erfolgreichsten Schlagerkomponisten und -Sänger Österreichs. Was nicht nur an seinem Überhit „Ein Stern (… der deinen Namen trägt)“ liegt, der bekanntlich in der Version mit DJ Ötzi eine Weile die Charts beherrschte, ein paar Rekorde brach und den beiden 2008 den ECHO für den „Hit des Jahres“ einbrachte. Gut zehn Jahre später gelang dem Duo mit „Geboren um dich zu lieben“ dann schon wieder ein Riesenerfolg. Nachdem Nik P. sein 17. Album „Ohne Wenn und Aber“ 2017 veröffentlicht hatte, gönnte er sich erstmal eine Auszeit – die er sich mit seiner Produktivität ja nun wirklich mal verdient hatte.

Mit der neuen Single „Wer teilt die Farben aus“ aus dem für Juni angekündigten Album „Seelenrausch“ läutet Nik P. nun sein Comeback ein. Mit seiner warmen Stimme, seinem Gespür für weltumarmende Schlagermelodien und den sehr poetischen Wörtern aus der Feder von Andrea Gutmann gelingt Nik P. hier ein Lied, das zugleich nachdenklich und euphorisch stimmt – ein Spagat, den man im Schlager viel zu selten findet. Vor allem der Beginn des Songs zeigt dabei, wie gut es Nik P. versteht, Schlager mit Tiefgang zu produzieren. Das Piano ist zu Beginn noch melancholisch gestimmt, und Nik P. singt: „Wieder mal hat sich die Nacht dem Tag ergeben / Als ob ein Schatten der Macht der Farben weicht / Bin berührt, als hätte ich das noch nie gesehen / Es scheint so einfach und geheimnisvoll zugleich.“ Das ist toll gesungen, toll getextet und führt nur wenig später zu einem Refrain, der dann die Stimmung gekonnt hebt, obwohl die Worte bedächtig bleiben: „Wer teilt die Farben aus / Für das Bilderbuch des Lebens / Wer malt es fertig aus / Wenn's mal nicht so gut gelingt.“

Nik P. sagte kürzlich in einem Interview: „Der Schlager verträgt heute viel mehr Input, als es sich viele Künstler zutrauen. Ich war immer ein Musiker, der progressiver denkt.“ Da kann man ihm nur zustimmen. Und sich noch mehr Lieder dieser Art von ihm wünschen.

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