Das letzte Studioalbum „Mitten im Feuer“ erschien im letzten Jahr zu einer Zeit, als viele Fredi Malinowski und Martin Hein irgendwie abgeschrieben hatten. Aber das Schlager-Duo Fantasy ließ sich nicht beirren. „Wir haben uns wie unter Beschuss gefühlt, wie mitten im Feuer“, erinnert sich Fredi. „Wir hatten uns ja damals komplett neu aufgestellt, ob Management oder Plattenfirma ...“. Das Album wurde ein voller Erfolg – das Best-of zu ihrem 25. Bandjubiläum, das kurz darauf folgte, ebenfalls. Man fand es direkt an der Spitze der Charts. Diesen Hintergrund muss man kennen, um zu verstehen, warum das neue Album „Phönix aus der Asche“ heißt.  

„Mit ‚Phönix aus der Asche‘ wollen wir zeigen, dass es immer weiter geht, egal wie die Prognosen sind. Es gibt keinen Grund, sich hängen zu lassen.“ Wichtig war ihnen auf dem Weg zu den neuen Triumphen vor allem eines: „Das man die Fans nicht enttäuscht!“ Denn ihre Fans haben nie an Fantasy gezweifelt. „Einzig und allein ihnen gegenüber sind wir verantwortlich. Man darf sich vom Geschäftlichen nicht verwirren lassen – es geht um die Liebe der Fans. Und diese Liebe geben wir zurück.“ 

Die Liebe ist auch das große Thema der schon vorab veröffentlichten Single „Rosa oder blau (Que Sera)“ – und zwar die freie, queere, regenbogenbunte Liebe ebenso. Niemand müsse sich vorschreiben lassen, wen er lieben soll, findet die Band. „Es wurde an der Zeit, dass wir darüber singen“, sagt Fredi dazu. „Es ist richtig und wichtig.“ Das Lied ist dabei keine Predigt geworden – und doch kann jeder zwischen den Zeilen verstehen, wem sie die Hand reichen. „Es soll ein Mut-mach-Lied sein. Eines, das Eltern auch ihren Kindern vorspielen können.“ Lebe deine Farben sei das Motto, denn Schlager ist für alle da. 

Insgesamt 18 Lieder sind auf „Phönix aus der Asche“, das ab dem 19. Januar erhältlich ist. Darauf finden sich 80er-Pop-infizierte Lieder ebenso wie klassische Schlager-Mitklatsch-Hits, wie sie Fantasy seit jeher beherrschen. Vor allem „Ich war niemals so allein“ sticht mit seinem 80er-Drive hervor und dürfte viele Fans auf die Tanzfläche locken. Und das, obwohl es im Kern eigentlich ein Trennungslied ist. Aber Fantasy besinnen sich anscheinend auf das Herz der Disco-Musik, die ja schon immer Traurigkeit und Sehnsucht thematisierte und dann mit der Musik versuchte, diese auf dem Dancefloor hinter sich zu lassen. „Vater und Sohn“ wiederum ist ein Duett von Fredi mit seinem Sohn Sandro, der selbst im letzten Herbst ein Album veröffentlicht hat und schon lange eine eigene erfolgreiche Karriere hat. „Sandro wollte schon immer was mit seinem Vater machen. Doch Vater hat immer gesagt, mach erst mal selber was – nicht, dass du nach Fantasy klingst!“ Jetzt, wo beide Projekte ihren eigenen Sound haben, kann man die beiden endlich zusammen auf einem Track hören. Am Ende gibt es natürlich wieder den gewohnten Service für die treuen Fans: der obligatorische Hitmix! Die Fans sollen schließlich bei Fantasy auf ihre Kosten kommen. Denn: „Wir hatten schon manchmal Zweifel – doch nie an unseren Fans! Sie sind der Grund für unseren Erfolg. Ihnen haben wir zu verdanken, dass wir wie Phönix aus der Asche kommen konnten.“