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Der neue Trend: Haare färben mit Kaffee - aber geht das denn überhaupt?

25.11.2016 13:48 | 1:19 Min | © Wundermedia

 

Haare färben: Stolperfallen und die besten Tipps und Tricks für zu Hause

Es gibt viele Gründe für eine optische Veränderung. Vielleicht steht dir der Sinn auch einfach nach etwas Neuem? Haare färben ist die Lösung, wenn du mit wenig Aufwand eine maximale Wirkung erzielen möchtest. Die besten Tipps und Tricks für die Farbaktion zu Hause findest du hier, bei SAT.1 Gold.

Inhalt

Die häufigsten Fehler beim Haarefärben

Egal wie einfach Haare färben zu Hause laut Herstellerangabe angeblich sein soll, es gibt doch einige Stolperfallen, in die selbst geübte Färberinnen gerne tappen. Um dir die perfekte Ausgangsbasis für deine Typveränderung zu verschaffen, gibt es daher hier die häufigsten Fehler beim Haare färben zur Übersicht.

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Egal ob rot, braun, blond oder etwas ganz anderes: Haare färben kann so seine Tücken haben. © Pixabay

1. Die eigene Ausgangshaarfarbe falsch einschätzen: Ob du es glaubst oder nicht, viele Frauen schätzen ihre eigene Haarfarbe zu dunkel ein. Dabei ist die Farbe, die am Ende bei deiner Färbeaktion herauskommt, zu einem großen Teil davon abhängig, dass die Ausgangshaarfarbe stimmt. Um der Katerstimmung nach dem Haarefärben direkt vorzubeugen, kann es schon helfen, bei der Auswahl deiner neuen Wunschhaarfarbe ganz genau auf die abgebildeten Beispielsträhnen auf der Packung zu achten. Passt deine eigene Haarfarbe zu keiner davon, solltest du besser nach einer Alternative suchen. Tipp: Auch dein Friseur kann dir mit ziemlicher Sicherheit verraten, ob deine Haare nun Mittelbraun oder doch Dunkelblond sind – oder auch etwas ganz anderes.

2. Zu hohe Erwartungen an einen extremen Farbwechsel: Wenn du dunkle Haare radikal verändern möchtest – beispielsweise, indem du deine Haare blond färbst – kann einiges schief gehen. Wirkt dein gewähltes Färbemittel zu lange ein, schädigt das die Haarstruktur, lässt du es aber zu kurz auf dem Kopf, hast du am Ende schlimmstenfalls einen unschönen Orangeton statt des gewünschten Blond auf dem Kopf. Eine schmale Gratwanderung. Geht es dir nur darum, deinen Naturton ein wenig aufzuhellen oder einen Ansatz nachzufärben, kannst du das ohne Probleme zu Hause machen. Bei einer kompletten Typveränderung ist in diesem Fall der Weg zum Friseur doch die bessere Alternative.

3. Nur mal eben schnell: Haare färben dauert mit den modernen Haarfärbeprodukten meist nicht lang – da ist die Versuchung groß, sich einfach schnell ein altes Handtuch um die Schultern zu werfen und direkt loszulegen. Doch wie bei so Vielem ist die richtige Vorbereitung auch beim Selbstfärben der Haare schon die halbe Miete. Leg dir also zunächst Färbepinsel, Plastikhaarklammern und Co. bereit, bevor du die Farbe anmischst. Auch einen Küchenwecker oder das Handy mit Alarmfunktion solltest du dir zur Hand nehmen. So hältst du die Einwirkzeit auch wirklich optimal ein. Tipp: Vaseline verhindert das Einfärben der Haut im Bereich des Haaransatzes.

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Auch wenn es bei dir zu Hause vermutlich nicht ganz so aufwendig aussehen wird, einige grundlegende Vorbereitungen solltest du trotzdem treffen, wenn du deine Haare färben möchtest. © Pixabay

4. Zu wenig Färbemittel: Je länger deine Haare sind, desto mehr Färbemittel brauchst du, um sie gleichmäßig zu färben. Nichts ist ärgerlicher, als wenn du mitten beim Haare färben feststellen musst, dass deine Mischung nicht ausreicht. Schlimmstenfalls kann das Ergebnis dadurch sogar ungleichmäßig werden, wenn nicht alle Haare gleich viel Färbung abbekommen haben. Spätestens ab schulterlangen Haaren solltest du daher besser direkt zwei Packungen Koloration kaufen und auch beide direkt anmischen. So gehst du sicher, dass deine DIY-Aktion das gewünschte Ergebnis bringt.

5. Du wechselst zu früh von Pflanzenfarbe zu Chemieprodukten: Pflanzenfärbemittel haben einige Vorteile, ohne Frage. So sind sie meist deutlich schonender zum Haar und sollen quasi kein Allergierisiko bergen. Doch hast du einmal deine Haare mit Pflanzenfärbemittel behandelt, musst du eine ganze Weile warten, bevor du wieder zu einem chemischen Produkt greifen darfst. Der Grund: Die Inhaltsstoffe vertragen sich nicht. Warte also bis die mit Pflanzenfarbe kolorierten Haare komplett herausgewachsen oder abgeschnitten sind, sonst ist das Farbergebnis unberechenbar.

6. Bei grauem Ansatz das gesamte Haar färben: Es zeigen sich die ersten grauen Strähnen oder dein Ansatz ist schon stark ergraut und du möchtest das Ganze möglichst schnell verschwinden lassen? Kein Problem, doch wenn du nun einfach direkt deine ganzen Haare färbst, wird das Ergebnis ungleichmäßig ausfallen. Die grauen Haare nehmen die Farbe nämlich anders an als die übrigen Partien. Der Trick: Gib auf alle Haare, die noch deine Wunschfarbe haben, ein wenig Haarspülung. Dann mit dem Färbepinsel die grauen Haare bearbeiten und erst in den letzten 12 Minuten der Färbezeit auch auf die übrigen Haare die Koloration auftragen. Dann einfach nach Anleitung weiter verfahren. Fertig!

7. Anleitung nicht gelesen: Du bist schon ein Profi im Haare färben? Trotzdem solltest du dir die Zeit für den Blick auf die Anleitung nehmen. So vermeidest du einerseits, einen Schritt zu vergessen, zum anderen entgehen dir mögliche Änderungen des Herstellers nicht. Schließlich könnte sich die Zusammensetzung des Färbemittels geändert und dadurch die Einwirkzeit verkürzt oder verlängert haben. Wer weiß?

Nach so vielen Tipps gegen die häufigsten Fehler beim Haarefärben bist du bestens auf die Typveränderung zu Hause vorbereitet. Los geht’s!

Die besten Tipps zum Haarefärben

Wenn du deine Haare selber färben möchtest, hast du – neben der Farbwahl – die Qual der Wahl zwischen Mousse, Lotion oder Creme. Lotions sind dabei sehr flüssig und müssen schnell verarbeitet werden. Bist du also noch nicht so geübt beim Haarefärben, ist das vielleicht nicht die beste Einstiegsvariante für dich. Cremes sind dagegen bereits etwas dicker in ihrer Konsistenz und dadurch auch einfacher in der Handhabung. Am einfachsten und auch für Anfänger daher am besten geeignet sind aber Mousse-Produkte. Ähnlich wie bei Styling-Schaum kann hier nichts tropfen oder verlaufen und auch im Nacken und am Haaransatz kannst du das Färbemittel problemlos verarbeiten. Aber Achtung: Du solltest dich trotzdem nicht verleiten lassen, die Mousse einfach so in den Haaren zu verteilen, sondern – wie bei jedem Haarefärben – deine Haare in Passagen teilen und ordentlich behandeln, sonst wird das Ergebnis ungleichmäßig.

Hast du dich für eine Variante entschieden, geht es an die Vorbereitung. Um deine Haare möglichst gut färben zu können, solltest du das Färbemittel in die ungewaschenen, trockenen Haare verteilen. Der Grund: Der leichte Talgfilm schützt deine Kopfhaut vor Irritationen. Profi-Tipp: Verwöhne deine Haare einige Tage vor dem Haare färben mit Pflegekuren und Co., so können sie die Farbe optimal aufnehmen und du erhältst ein besonders schönes Ergebnis.

Da du aber sicher nur deine Haare und nicht die umliegende Gesichtshaut färben möchtest, ist es ratsam, Ohren und die Haut am Haaransatz mit Vaseline oder einer anderen Fettcreme einzureiben. So kann sich dort nichts verfärben.

Hast du es geschafft und deinen Haaren gemäß Anleitung eine neue Farbe verliehen, möchtest du sicher, dass das Ergebnis auch möglichst lang anhält und schön aussieht. Als erste Sofortmaßnahme gilt hier: Schließe den Tönungs- oder Färbeprozess mit einem Conditioner ab. Vor allem wenn du eine dauerhafte Färbung verwendet hast, ist die Oberfläche deiner Haare nach dem Färben geöffnet und "schuppig". Das Pflegemittel verschließt die Oberfläche und versiegelt damit auch die neuen Farbpigmente im Haar. Für die tägliche Pflege bietet es sich an, zu einem Produkt speziell für koloriertes Haar zu greifen und auch eine Spülung zu verwenden. So sorgst du dafür, dass deine neue Haarfarbe möglichst lange strahlend bleibt.

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Damit deine gefärbten Haare möglichst lange frisch und schön aussehen, gibt es inzwischen verschiedene Hilfs- und Pflegemittel, die die Farbpigmente im Haar versiegeln. © Pixabay

Fazit: Haare färben geht mit den modernen Produkten auch zu Hause relativ einfach und problemlos. Mit den richtigen Tipps umschiffst du sicher alle Stolperfallen und kommst zuverlässig mit wenig Aufwand zu einem großen Ergebnis. Besonders wichtig: Wähle die neue Farbe immer passend zu deiner Ausgangshaarfarbe und verwende genug Färbemittel. Auch die Anleitung sollten Färbeprofis nicht einfach achtlos zur Seite legen, schließlich kann sich immer mal etwas ändern. Du möchtest auf unkonventionelle Art deine Haare färben, zum Beispiel mit Kaffee? Oder auf besonders schonende Weise blondieren? Wie das geht, erfährst du im Video bei SAT.1 Gold. 

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