Herz sucht Liebe

Die größten Liebesmythen

Die Liebe - sie ist eine der großen Rätsel unserer Zeit:  Nach welchen Kriterien erfolgt die Partnerwahl? Das beschäftigt auch die Wissenschaft. Die größten Liebesmythen im Prüfstand!

Liebe auf den ersten Blick?

Ein kurzer Blick, Auge in Auge, und schon ist es um uns geschehen. Schmetterlinge im Bauch machen sich breit. So wie der erste Eindruck beim Bewerbungsgespräch oder bei der Freundeswahl zählt, funktioniert es auch in der Liebe. So stellte man bei einem Speed-Dating-Experiment fest, dass die meisten Menschen gar nicht die ganzen drei Minuten brauchen, um eine Entscheidung zu fällen, sondern ihre Auswahl schon nach drei Sekunden treffen. Was zählt, ist im ersten Moment vor allem die äußere Attraktivität. Ob sich aus dieser anfänglichen Anziehungskraft mehr entwickelt, ist dann von mehreren Faktoren abhängig.

"Gleich und gleich gesellt sich gern"

Ähnlichkeit ist ein wichtiges Kriterium – und zwar nicht nur was gemeinsame Lebensvorstellungen und Interessen anbelangt, sondern auch in Bezug auf das Aussehen. Die klassische Gesichtsanalyse besagt, dass wir vor allem Menschen attraktiv finden, die uns ähneln. Hierbei gibt es verschiedene Typen der Ähnlichkeit. Optisch am auffälligsten sind sogenannte „Echo-Paare“: Bei diesen Paaren stimmen einige Gesichtszüge fast 1:1 überein – Augenbrauen-Schwung, Kinnform, Nasenlöcher, Lippen, Wangenknochen, Augenlider… Als berühmtes Promi-Paar sind hier David und Victoria Beckham zu nennen!

Ein weiterer Typ sind "Prima Copula Paare". Hierbei erinnert uns der Partner an eine Schlüsselperson – und zwar nicht unbedingt ein Elternteil – aus unserer Kindheit.

Und zu guter Letzt gibt es noch "Harmonie-Paare", die auf eine etwas andere Form der optischen Anziehungskraft setzen. Hier mag der Partner vielleicht keine "klassische Schönheit" sein, sondern punktet vor allem durch seine Gestik, wie sein Lächeln, die Art den Kopf zu neigen, oder eine unbewusste Handbewegung. Man erkennt im Gegenüber etwas, das man als charakteristisch für sich selbst betrachtet.

"Gegensätze ziehen sich an"

Nach obigen Erkenntnissen zu schließen, eher nicht, zumindest nicht äußerlich. Man könne sich jedoch gegenseitig ergänzen. So wählt ein schüchterner Mensch beispielsweise häufiger unterbewusst einen dominanten Partner, und andersherum.

"Ich kann dich gut riechen"

Dieser Spruch kommt nicht von irgendwoher, sondern findet seinen Ursprung in der Biologie. Denn Gegensätze ziehen sich vor allem in der Genetik an. Denn die Biologie will evolutionsbedingt maximale Genvielfalt. Hat man einen Partner, der eine hohe Anzahl unterschiedlichen Erbguts hat, ist das aus biologischer Sicht eine optimale Kombination. Denn genetisch ähnliche Paare bringen schwächlichen Nachwuchs hervor. Und woran merkt man, dass man einfach perfekt füreinander ist? Man riecht es unterbewusst. Jeder Mensch hat seinen ganz eigenen charakteristischen Körpergeruch. Stichwort sind hier Pheromone, die beim Mann vor allem durch Schweiß freigesetzt werden. Also in Zukunft lieber weniger Parfum verwenden, um den eigenen Duft nicht zu überdecken. Das heißt aber nicht, dass man auf Körperhygiene verzichten sollte, denn zu viel Schweiß wirkt bewirkt das Gegenteil.

"Liebe macht blind"

Forscher haben herausgefunden, dass heftige anfängliche Verliebtheit eine regelrechte Hormonkette in Gang setzt: Es setzt eine wahre Flut des Glücksbotenstoffes Serotonin im Gehirn frei und löst eine Ausschüttung des Belohnungshormons Dopamin aus, was wiederum die Testosteronproduktion ankurbelt. Das sorgt für sexuelle Erregung bis zur Raserei. Der Blick durch die rosarote Brille, wie man so schön im Volksmund sagt, kommt also nicht von irgendwoher. Allerdings setzt man diese Brille nach durchschnittlich sechs Monaten wieder ab und zuvor ausgeblendete Nachteile können dann für so manchen Konflikt sorgen.

 

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