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Immer müde? Das könnten die 5 Gründe sein

Stets kaputt und ausgelaugt? Dies könnten fünf der Gründe sein, warum du dich oft müde fühlst.

24.11.2016 14:00 | 1:19 Min | © SpotOn

 

Ursachen von Müdigkeit und was du dagegen tun kannst

Müdigkeit kann viele Ursachen haben. Von schlechter Luft, zu wenig Sonne bis hin zu ernsthaften gesundheitlichen Erkrankungen können viele Dinge dahinterstecken. Die häufigsten Ursachen für Müdigkeit und was man dagegen tun kann, erfährst du im folgenden SAT.1 Gold-Beitrag.

Inhalt

Tipps für gesunden Schlaf

Gesunder Schlaf ist der Anfang, um gar nicht erst in einen Kreislauf ständiger Müdigkeit abzugleiten. Die meisten Menschen schlafen nachts zwischen sieben und neun Stunden. Doch nicht jeder schläft in diesem Zeitfenster tief und fest. Um regelmäßiges Durchschlafen zu gewährleisten, sollten bestimmte Maßnahmen vor und während der Nachtruhe getroffen bzw. eingehalten werden. Tipps, wie das gelingt, hier:

  • Das Schlafzimmer sollte dunkel und abgeschottet liegen. Straßenlärm und andere Geräusche in der Nacht behindern einen tiefen und festen Schlaf.
  • Wer regelmäßig zur gleichen Zeit zu Bett geht und auch zur gleichen Zeit wieder aufsteht, macht es seinem Organismus leichter. Dieser gewöhnt sich an einen festen Schlaf-Wach-Rhythmus, den sogenannten zirkadianen Rhythmus, und stellt sich physisch darauf ein.
  • Wie man sich bettet, so schläft man, besagt ein Sprichwort. Da ist etwas Wahres dran, denn eine komfortable Matratze, kuschelige Bettwaren und Bettbezüge sorgen für körperliche Entspannung und erleichtern das Einschlafen.
  • Wichtig ist, vor dem Zubettgehen zur Ruhe zu kommen. Dies kann zum Beispiel mit einer leichten Aktivierung geschehen, etwa einem Spaziergang oder sportlicher Aktivität. Auch das Wechseln der Kleidung ist ein Akt, um sich symbolisch von den Ereignissen des Tages zu lösen.
  • Abends keinen Alkohol trinken: Alkohol stört den Organismus, indem er die Gefäße erweitert und so die Blutzirkulation anregt. Am Abend muss der Körper jedoch zur Ruhe kommen, um von den Aktivitäten des Tages abzuschalten. Ruhephase und körperliche Anregung schließen sich gegenseitig aus, unruhiger Schlaf ist die Folge.
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Viel Licht im Schlafzimmer kann die Qualität des Schlafes beeinträchtigen. © Pixabay

Licht und Sauerstoff helfen bei Müdigkeit

Licht und Sauerstoff tragen erheblich dazu bei, dass die Prozesse unseres Organismus optimal ablaufen. Haben wir zu wenig Sauerstoff im Blut, fühlen wir uns schlapp und müde. Bekommt unser Körper zu wenig UV-Licht, ist das Ergebnis ähnlich: Auch dann sind wir oft müde und nicht zu hundert Prozent leistungsfähig. Dies ist vor allem auf die Bildung bestimmter biologischer Substanzen zurückzuführen.

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Sonnenlicht hilft gegen Müdigkeit. © Pixabay

In lichtärmeren Jahreszeiten schüttet unser Körper verstärkt Melatonin aus. Melatonin ist ein Hormon, das Müdigkeit hervorruft. Seine Bildung wird im Gehirn durch Licht gehemmt. Bei Dunkelheit wird diese Hemmung aufgehoben, die Produktion steigt an und mit ihr auch die Müdigkeit. Bei Tageslicht wird die Absonderung gebremst. Wer in den dunklen Jahreszeiten mittags regelmäßig 20 Minuten nach draußen geht, erhält genügend Licht, um die Bildung des Melatonins einzuschränken. Gleichzeitig machen frische Luft, gelieferter Sauerstoff und Bewegung wieder munter.

Ein weiterer Stoff, der bei einem Mangel Müdigkeitssymptome hervorruft, ist Vitamin D. Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der Körper nicht selbst bilden kann. Auch in der Nahrung herrscht keine nennenswerte Konzentration vor, eine Aufnahme über bestimmte Nahrungsmittel ist daher nicht möglich. Der Mensch ist hier primär auf die Sonne angewiesen. Unserem Körper gelingt es nur mithilfe direkter Sonneneinstrahlung auf die Haut größere Mengen an Vitamin D herzustellen. Vitamin D steuert diverse körperliche Prozesse. Es wirkt in nahezu allen Körperzellen und steuert über spezielle Rezeptoren den Zellstoffwechsel und das Genmaterial. Es ist von zentraler Bedeutung für die Zellgesundheit und in Folge für die Gesundheit insgesamt.

Räume regelmäßig lüften

Schlechte Luft in Räumen kann Beschwerden wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und sogar Atemnot hervorrufen. Schuld ist hier meist ein Überschuss an Kohlendioxid. Kohlendioxid entsteht bei der Ausatmung im Rahmen des Sauerstoffwechsels. Aus diesem Grund reichert es sich in ungelüfteten, geschlossenen Räumen vermehrt an. Atmen wir zu viel davon ein, werden wir müde und schlapp und fühlen uns unwohl. In geschlossenen Räumen ist zudem die Luftfeuchtigkeit entscheidend: Zu trockene Luft reizt die Schleimhäute der Atemwegsorgane und trocknet sie aus. Krankheitserreger und Reizstoffe haben leichtes Spiel, sich einzunisten. Eine geschwächte Abwehr macht müder, vermehrte Infekte sind die Folge. Zu hohe Luftfeuchtigkeit belastet den Organismus vor allem bei Hitze.

Eisenmangel als Ursache für Müdigkeit

Vegetarier und Veganer, die ausschließlich pflanzliche Nahrungsmittel zu sich nehmen, sind besonders häufig von Eisenmangel betroffen. Ein Grund hierfür ist ihre fleischlose Ernährung. Aber dies allein ist noch kein Kriterium, um an Müdigkeit bzw. Eisenmangel zu leiden. Auch Personen, die sich fleischhaltig ernähren, können von einem Eisenmangel betroffen sein. Als Stichworte sind hier Sportler, Schwangere und stillende Mütter zu nennen. Dies liegt daran, dass das Spurenelement nur schwer vom Körper absorbiert werden kann.

Für den Stoffwechsel spielt Eisen eine zentrale Rolle: Es ist essenziell für die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin, dem Sauerstofftransporter. Durch fehlendes Hämoglobin ist der Sauerstoffgehalt des Blutes deutlich reduziert. Dies führt im Ernstfall zu schweren Schwindelattacken, allgemeiner Schlappheit und sogar Atemnot.

Um einen Eisenmangel festzustellen, ist ein Arztbesuch unerlässlich. Der Mediziner prüft im Rahmen der Blutabnahme die Ferritin-Werte. Liegt tatsächlich ein Mangel des Spurenelementes vor, kann mit Eisentabletten behandelt werden.

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Vitamin C hilft dem Körper bei der Eisenaufnahme. © Pixabay

Ganz wichtig: Eisentabletten müssen zusammen mit Vitamin C eingenommen werden, sonst kann der Körper den Stoff nicht aufnehmen. Es wird daher empfohlen, die Tabletten gemeinsam mit Orangensaft einzunehmen, um die Vitamin C-Zufuhr zu sichern. Auch darauf solltest du achten: Die Aufnahme von Eisen wird durch Milchprodukte und Tannine gehemmt. Kaffee mit Milch, ein belegtes Brot mit Käse sind bei der Einnahme der Eisentabletten tabu.

Um Eisenmangel vorzubeugen, ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung ratsam. Viel Eisen findet sich vor allem in rotem Fleisch wie Rind, Kalb und Kaninchen. Aber auch Kümmel und Hülsenfrüchte gehören zu den eisenhaltigen Lebensmitteln sowie auch Haferflocken.

Fazit: Was hinter permanenter Müdigkeit steckt, kann sehr unterschiedlich sein. Bevor du Maßnahmen ergreifen kannst, muss die genaue Ursache geklärt sein. Um für ausreichend Schlaf zu sorgen, sind gewisse Regeln wichtig. Dazu gehört auch eine persönliche Reflexion des eigenen Schlafverhaltens und bei Bedarf eine entsprechende Anpassung. Licht und Sauerstoff sind wichtige Elemente, um die biologischen Funktionen des Körpers bei Müdigkeit zu regenerieren. Zudem kann regelmäßiges und kurzes Belüften von verschlossenen Räumen schnell helfen, kurzfristig fit zu werden. Bei dauerhafter Müdigkeit begleitet von weiteren Symptomen ist jedoch ein Gang zum Arzt notwendig.

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