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Haarentfernung an Beinen, Armen und Bikinizone

Eine schöne, glatte Haut – um dieses Ziel zu erreichen, lässt du einiges über dich ergehen. Aber welche Methode der Haarentfernung ist die beste? Waxing oder Epilieren ist unangenehm, aber effektiv. Und wie schaut es mit Sugaring, Haarentfernungscreme und Co. aus? Hier stellen wir euch die unterschiedlichen Arten der Haarentfernung einmal vor.

Methoden

Nicht jede Enthaarungsmethode ist für jedermann geeignet

Es gibt zwar bei der Haarentfernung eine große Auswahl an Methoden, allerdings solltest du nicht einfach so zu Enthaarungscreme und Co. greifen. Informiere dich vorab, welche Art der Haarentfernung für welche Körperzone und welchen Hauttyp geeignet ist. So sind Cremes meist voller Chemie, die die empfindliche Haut im Intimbereich reizen kann – gerade, wenn du sowieso zu Hautirritationen neigst, solltest du besser darauf verzichten.

Generell ist es bei jeder Methode – egal, ob dauerhafte Haarentfernung oder temporäre Enthaarung – wichtig, auf die Hygiene zu achten. Zu Hause bist du dafür verantwortlich, im Beauty-Salon sollte mit Handschuhen gearbeitet werden. Tipp: Schwimmen, Saunieren oder ein ausgiebiges Sonnenbad sowie extremes Schwitzen, zum Beispiel beim Sport, direkt nach der Haarentfernung lieber vermeiden. Die Haut ist nach der Behandlung gereizt und dadurch können Bakterien leichter eindringen und unangenehme Entzündungen hervorrufen.

Haarentfernung: Die besten Methoden

Viele greifen bei der Haarentfernung auf einen Rasierer zurück. Das geht schn...
Viele greifen bei der Haarentfernung auf einen Rasierer zurück. Das geht schnell und ist schmerzlos. © Pixabay

1. Rasieren

Schnell und schmerzlos ist das Rasieren. Doch obwohl es so einfach scheint, kannst du hier jede Menge falsch machen. Wichtig bei dieser Methode der Haarentfernung: Bereite die Haut vor. Das geht am einfachsten, wenn du dich unter der Dusche rasierst. Durch das warme Wasser werden die stoppeligen Härchen weich und die Klinge gleitet später besser darüber. Sind die Haare länger, stutze sie vorher etwas, dann ziept auch nichts und der Rasierer verstopft nicht sofort.

Verwende Rasierschaum mit möglichst wenig Duft- und Konservierungsstoffen. Das schont die empfindliche Haut und führt zu weniger Irritationen. Wichtig: Teste die Produkte vorher an einer kleinen Stelle des Bereichs, in dem sie später verwendet werden sollen. So vermeidest du böse Überraschungen wie allergische Reaktionen im gesamten Intimbereich oder an den Beinen.

Der Vorteil beim Rasieren: Du kannst diese Methode an jeder Körperstelle verwenden, sie geht schnell und tut nicht weh. Der Nachteil: Die Haare wachsen schnell wieder nach. Wer glatte Haut ohne Stoppeln will, muss das Rasier-Ritual in regelmäßigen, kurzen Abständen wiederholen.

2. Enthaarungscreme

Ebenfalls schmerzlos soll die Haarentfernung mit Enthaarungscremes funktionieren. Mithilfe alkalischer und ätzender Inhaltsstoffe lösen die verschiedenen Produkte die Haare auf und hinterlassen im Idealfall eine makellose, glatte Haut. Wenn du unter trockener, empfindlicher Haut, unter Neurodermitis oder einer anderen Form der Hauterkrankung leidest, ist es allerdings besser, auf die Cremes zu verzichten. Denn für das ohnehin schon gereizte Organ sind die Enthaarungscremes eine weitere große Belastung. Außerdem kann es leicht zu einer Kontaktallergie oder einem toxischen Ekzem kommen. Deshalb ist es auch hier wichtig, dass du die Creme vor der Verwendung an einer unauffälligen Stelle testest. Bei extremen Reaktionen oder Schmerzen solltest du einen Arzt aufsuchen.

Der Vorteil: Die Haarentfernung geht relativ schnell – meist müssen die Cremes nur wenige Minuten einwirken. Außerdem sollte die Prozedur schmerzfrei ablaufen. Generell können sie in jeder Körperregion eingesetzt werden. Der Intimbereich reagiert allerdings meist extrem empfindlich. Der Nachteil: Die aggressiven Inhaltsstoffe können allergische Reaktionen hervorrufen und sind nichts für empfindliche Haut. Außerdem werden die Haare nur oberflächlich entfernt, dadurch wachsen sie ebenso schnell nach wie bei einer Rasur.

Glatte Beine bekommst du auch beim Epilieren, allerdings eignet sich diese Me...
Glatte Beine bekommst du auch beim Epilieren, allerdings eignet sich diese Methode nicht für den Intimbereich. © Pixabay

3. Epilieren

Das Epilieren verspricht zwar glatte Haut bis zu vier Wochen und mit der Zeit einen verminderten Haarwuchs, ist aber mitunter sehr schmerzhaft. Entschiedest du dich also für Haarentfernung mit dieser Methode, heißt es, Zähne zusammenbeißen. So funktioniert's: Die rotierenden Walzen des Epilierers greifen die einzelnen Haare und sollen sie samt Wurzeln herauszupfen. Das Ergebnis fällt individuell aus: Manchmal kommen die unerwünschten Haare bereits nach einer, manchmal erst nach mehreren Wochen wieder. Achtung: Wird das Gerät nicht nach jeder Anwendung gründlich gereinigt, bieten kleine Haarreste und Hautschüppchen den perfekten Nährboden für Bakterien. Während das Epilieren an den Beinen noch erträglich ist, ist diese Methode weniger für die Achseln oder den Intimbereich geeignet.

Der Vorteil: Mit der Zeit verringert sich der Haarwuchs. Da die einzelnen Haare samt Wurzen entfernt werden, bleibt die Haut länger glatt. Der Nachteil: Die Haarentfernung mit dem Epilierer dauert relativ lange und ist oft recht schmerzhaft. Außerdem ist sie nicht für jede Körperregion geeignet.

4. Waxing

Es gibt zwar durchaus Waxing-Produkte zur Haarentfernung für zu Hause, allerdings empfehlen die Experten eine Behandlung durch Profis. Dadurch wird nicht nur das Ergebnis verbessert, die durchaus schmerzhafte Prozedur geht mit geübten Händen auch viel schneller. Gerade in den eigenen vier Wänden kann es schnell zu Waxing-Unfällen kommen, wenn zum Beispiel das Wachs zu heiß ist. Im Extremfall kannst du dir damit sogar schwere Verbrennungen zuziehen. Ein gelernter Kosmetiker weiß, wie heiß das Wachs sein muss und wie es mit den Stoffstreifen abgezogen wird. Diese Haarentfernungs-Methode ist für jede Körperregion geeignet.

Der Vorteil: Die Haut wird weniger stark gereizt als bei einer Rasur, da das Waxing nicht täglich, sondern alle paar Wochen wiederholt werden muss. Der Haarwuchs verringert sich außerdem. Der Nachteil: Waxing ist, gerade im Intimbereich, recht schmerzhaft. Wird nicht hygienisch einwandfrei gearbeitet, drohen Entzündungen und Pilzinfektionen.

5. Sugaring

Eine Alternative zum Waxing ist das Sugaring. Damit soll die Haarentfernung ganz natürlich gelingen. Statt Wachs benutzt du eine Zuckerpaste. Die soll die Haare verkleben und mit der Wurzel herausziehen. Problematisch wird es allerdings, wenn die Paste zu flüssig ist. Dann bleiben die Haare nicht gut genug daran haften und die Masse kann nicht rückstandslos von der Haut abgezogen werden. Tipp: Verwende Sugaring-Produkte in relativ kühlen Räumen. Um die Masse nicht unnötig zu erwärmen, solltest du sie mit einem kleinen Spachtel auftragen und mit einem Vliesstreifen wie beim Waxing abziehen.

Der Vorteil: Durch die natürlichen Inhaltsstoffe reizt das Sugaring die Haut nicht so sehr und kann auf allen Körperregionen angewendet werden. Der Nachteil: Sugaring ist keine schmerzlose Haarentfernung und sollte besser vom Profi durchgeführt werden.

6. Enthaarungshandschuh

Haarentfernung mit einem Handschuh? Durch Siliziumkristalle, die in unterschiedlichen Winkeln zueinander angeordnet sind, soll den Stoppeln zuverlässig der Kampf angesagt werden. Allerdings eignet sich der Depilierhandschuh nicht für den Intimbereich oder kleine Stellen wie zum Beispiel im Gesicht. Außerdem treten häufig Reizungen, Rötungen und andere Hautirritationen durch das "Schleifen" mit den Kristallen auf. Der Peeling-Effekt kann unempfindliche Haut aber auch weicher und strahlender machen. Tipp: Nach der Haarentfernung unbedingt eine sanfte Bodylotion benutzen, um die Haut zu pflegen und zu beruhigen.

Der Vorteil: Die kreisenden Bewegungen mit dem Handschuh entfernen die Haare völlig schmerzlos und haben einen Peeling-Effekt. Der Nachteil: Empfindliche Haut wird gereizt. Dazu kommt, dass die Haare schnell wieder nachwachsen und der Handschuh nur für Arme und Beine geeignet ist. Die Prozedur dauert lange – pro Bein etwa 30 Minuten.

Gerade bei hellen Haaren sind das Lasern oder auch die Lichtimpuls-Behandlung...
Gerade bei hellen Haaren sind das Lasern oder auch die Lichtimpuls-Behandlung wirkungslos. © Pixabay

7. Lichtimpuls und Laser-Enthaarung

Wenn du über dauerhafte Haarentfernung nachdenkst, dann gibt es zwei Methoden. Die Lichtimpuls-Behandlung oder IPL (IItense Pulsed Light) beziehungsweise die Laser-Behandlung. Sie veröden die einzelnen Haarwurzeln, sodass die Haare nicht mehr nachwachsen können. Ein optimales Ergebnis gibt es allerdings erst nach mehreren Behandlungen. Die sind mit um die 100 Euro für Achseln und Bikinizone pro Sitzung nicht ganz günstig. Dazu kommt, dass die IPL/Laser-Behandlung nur für Menschen mit dunklen Haaren und heller Haut geeignet ist, da blonde Haare die Impulse nicht gut genug weiterleiten.

Zwar gibt es auch die Möglichkeit, ein Gerät für den heimischen Gebrauch zu kaufen, davon raten Dermatologen allerdings ab. Denn bei falscher Anwendung kann es zu schweren Verbrennungen kommen – gerade bei Muttermalen ist Vorsicht geboten. Idealerweise wird mit der Behandlung im Winter begonnen, da die Haut nach einer Sitzung längere Zeit nicht der Sonne ausgesetzt sein sollte.

Der Vorteil: Haare können mit der IPL/Laser-Methode dauerhaft entfernt werden. Allerdings braucht es dafür mehrere kostspielige Sitzungen. Der Nachteil: Haarentfernung mit Lichtimpulsen funktioniert nicht bei hellen Haaren. Bei falscher Anwendung drohen Verbrennungen, Pigmentstörungen (weiße Flecken) und Narben.

Fazit: Bei der Haarentfernung gibt es schmerzlose und durchaus schmerzhafte Methoden. Gerade im Intimbereich ist Waxing oder Sugaring sehr unangenehm, liefert aber die besten Ergebnisse. Bei Enthaarungscremes solltest du vorher einen Test machen, ob du allergisch auf die aggressiven Inhaltsstoffe reagierst. Eine Laser- beziehungsweise Lichtimpuls-Behandlung eignet sich hauptsächlich für Menschen mit dunklen Haaren und heller Haut, ist aber nicht ganz ungefährlich und kostet.

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