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Einfach tierisch

Hier gibt es alles rund um das Thema Tier. Hol dir hier Tipps für das Leben mit Tier, die Gold wert sind. Außerdem gibt es hier tierische Neuigkeiten für dich.

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Einfach tierisch: Alles rund ums Leben mit Haustier

Mit einem Haustier zieht eine riesige Portion Lebensfreude ins Zuhause ein, da sind sich viele Tierliebhaber einig. Was du zum Thema Leben mit Haustier wissen solltest, welche besonderen Bedürfnisse ein Tierbaby hat und viele weitere Infos zum Thema findest du hier, bei SAT.1 Gold.

Inhalt

Haustier in Mietwohnung: Was ist erlaubt?

Du möchtest dir ein Haustier zulegen, wohnst aber zur Miete? Dann solltest du vor der Anschaffung einen gründlichen Blick in deinen Mietvertrag werfen – auch ein Gespräch mit deinem Vermieter kann für Klarheit sorgen und dir einigen Ärger ersparen.

Fakt ist: Die Haustierhaltung ist im deutschen Mietrecht nicht eindeutig geregelt. Es kommt immer auf den jeweiligen Einzelfall an. Möchtest du dir nur ein kleines Haustier wie einen Hamster oder Fische anschaffen, hast du kein Problem, denn deren Haltung fällt generell unter den "vertragsmäßigen Gebrauch" der Wohnung. Anders kann es mit größeren – und unter Umständen lauteren – Tieren aussehen. Um einen Hund oder eine Katze einziehen zu lassen, benötigst du meist eine Erlaubnis deines Vermieters, außer er hat dir im Mietvertrag schon vorab eine Blanko-Zustimmung erteilt. Gut zu wissen: Lehnt dein Vermieter ab, muss er dafür triftige Gründe liefern.

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Möchtest du dir ein Meerschweinchen als Haustier zulegen, bist du fein raus, denn ein so kleines Tier darf dir dein Vermieter nicht verbieten. © Pixabay

Wirklich problematisch wird es meist erst, wenn es um als gefährlich eingestufte Tiere geht. Vogelspinnen, Kampfhunde oder auch Gift- und Würgeschlangen müssen nicht nur vom Vermieter genehmigt werden. Der angehende Halter braucht auch eine Halteerlaubnis nach Vorschrift des Landesstraf- und Verordnungsgesetzes.

Wie finde ich das passende Haustier?

Hast du mit deinem Vermieter geklärt, ob du dir ein Haustier in die Wohnung holen darfst, geht es an eine weitere wichtige Frage: Was soll es denn eigentlich werden? Auch wenn du in deinen eigenen vier Wänden wohnst, eine nicht zu unterschätzende Frage, denn nicht jedes Tier passt zu jedem Menschen. So süß ein Tierbaby auch sein mag, irgendwann wird daraus ein ausgewachsener Stubentiger oder Hund.

Ein wichtiger Punkt in Sachen passendes Haustier ist die Frage, wie viel Platz und Zeit du deinem neuen Mitbewohner widmen kannst und möchtest. So benötigen Hunde meist deutlich mehr Zuwendung als Katzen oder Hamster. Auch platztechnisch wird ein größeres Haustier deutlich anspruchsvoller sein als ein handlicher Vertreter.

Nicht zu unterschätzen: Der eigene Tagesrhythmus und Lebensstil spielen eine wichtige Rolle, wenn du dir ein Haustier aussuchst. Während Hamster zu den nachtaktiven Tieren gehören und die meiste Zeit des Tages schlafend in ihrem Bau verbringen und dementsprechend wenig Aufmerksamkeit möchten, will ein Hund viel Zuwendung: mehrmals täglich Gassi gehen und auch dann noch bespaßt werden, wenn du möglicherweise gerade etwas ganz anderes vorhast.

Generell solltest du dich immer vorab informieren, welche Bedürfnisse dein potenzielles Wunsch-Haustier hat und dir sehr gut überlegen, ob diese auf lange Sicht mit deinen eigenen zusammenpassen. Auch die Frage wer sich für dich um dein Haustier kümmert, wenn du zum Beispiel mal ein paar Tage wegfahren möchtest oder anderweitig verhindert bist, gilt es zu bedenken.

Wie alt wird mein Haustier?

Egal, ob du dir ein Tierbaby oder ein ausgewachsenes Haustier nach Hause holst, es ist immer ratsam, sich über die Lebenserwartung deines neuen Mitbewohners vorab zu informieren. Denn auch sie ist ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Suche nach dem passenden Tier.

Entscheidest du dich beispielsweise für ein Baby-Kaninchen, stehen die Chancen gut, dass es dich sechs bis acht Jahre begleiten wird. Hunde schaffen es dagegen im Durchschnitt auf eine Lebenserwartung von 10 bis 13 Jahren, wobei das tatsächliche Alter unter anderem stark von der Rasse deines Vierbeiners abhängig ist. Katzen werden meist ein wenig älter, 12 bis 15 Jahre sind hier der Schnitt.

Eine sprichwörtlich lebenslange Bindung gehst du unter Umständen mit einem Vogel – vor allem einem Papagei – oder einer Schildkröte ein. Die können in Einzelfällen sogar rekordverdächtige 100 Jahre alt werden und mehr.

Haustiere mit besonderen Bedürfnissen

Mit dem Alter ändern sich natürlich auch die Bedürfnisse deines Haustiers. Ein Tierbaby braucht eine andere Pflege als ein altes Tier. Tiere, die du möglicherweise aus einem Auffangheim zu dir geholt hast, werden noch mal andere Anforderungen an dich als Halter stellen.

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So süß ein putziges Tierbaby auch sein mag, es erfordert jede Menge Arbeit. © Pixabay

So braucht ein Tierbaby viel Geduld und Zeit, die du in seine Erziehung investieren musst. Auch gute Nerven solltest du haben, wenn du dir ein kleines Energiebündel ins Haus holst, denn egal, ob Welpe oder Katzenbaby – kein Tierkind kommt fertig erzogen und stubenrein auf die Welt. Auch die Aussicht darauf, dass aus jedem Tierbaby irgendwann ein ausgewachsenes Haustier wird, ist nur wenig tröstlich, denn du wirst trotz eingehender Vorinformation und Erziehung nie ganz sicher sein können, wie sich dein Tier entwickelt. Die jeweilige Rasse kann zwar Anhaltspunkte geben, wie groß oder temperamentvoll der jeweilige Vertreter vermutlich einmal wird, sicher ist es aber nicht. Schließlich hat jedes Tier seinen eigenen Charakter. Dafür steht auf der anderen Seite die Freude, die es machen kann, dein Tierbaby auf dem Weg zum Erwachsensein zu begleiten.

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Wie oft du mit deinem Haustier zum Arzt musst, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Auch das Alter kann eine große Rolle spielen. © Pixabay

Dann vielleicht doch lieber ein älteres Haustier? Auch das hat Vor- und Nachteile. Klares Plus: Bei einem älteren Haustier kannst du dich relativ gut über die Charaktereigenschaften und das Temperament des potenziellen "Kandidaten" informieren und so besser einschätzen, was auf dich zukommt. Auch stubenrein sind ältere Haustiere in der Regel schon und sie brauchen nicht so viel Bewegung, wie sie ein Tierbaby mit ausgeprägtem Bewegungsdrang erfordert. Dafür hat ein erwachsenes Haustier meist deutlich mehr "Zipperlein" als ein Junges, sodass unter Umständen deutlich höhere Tierarztkosten auf dich zukommen werden. Vor allem chronische Erkrankungen können auf Dauer ziemlich ins Geld gehen.

Eine ganz eigene Herausforderung sind gerettete Tiere, die du vielleicht aus einem Auffangheim zu dir holst. Welche Spuren die früheren Misshandlungen möglicherweise bei deinem neuen Haustier hinterlassen haben, ist völlig verschieden und kann von Angst über Aggression bis hin zu Zerstörungswut reichen. Deshalb brauchen solche "schwierigen Fälle" vor allem Liebe und Geduld. Professionelle Unterstützung kannst du dir in solchen Situationen von einem ansässigen Tierschutzverein holen.

Kein Haustier, aber trotzdem häufiger Gast: Igel

Sie sind genau genommen zwar kein Haustier, aber wenn du einen Garten dein Eigen nennst, könntest du vor allem im Herbst öfter Besuch von den kleinen stacheligen Vierbeinern erhalten. Wenn die Blätter bunt werden, haben Igel quasi noch mal Hochsaison. Doch was tun, wenn du einen der kleinen Waldbewohner bei dir zu Hause entdeckst? Du kannst zum Beispiel bei deinem örtlichen Naturschutzverein anrufen. Er wird jemanden vorbeischicken, der den kleinen Streuner einsammelt und an einen sicheren Ort bringt.

Mit einigen kleinen Handgriffen kannst du deinen Garten aber auch ganz einfach igelfreundlich machen und den picksigen Gesellen so durch den Winter helfen. Dafür eignen sich naturnah gestaltete Gärten am besten, zum Beispiel mit heimischen Sträuchern, die Unterschlupf bieten. Auch Haufen mit geharktem Laub werden die kleinen Untermieter gerne als Überwinterungsbleibe annehmen. Möchten Sie einem Igel durch Zufüttern ein wenig durch die kalten Monate helfen, bietet sich dafür Hunde- oder Katzenfutter genauso an wie hin und wieder ein hartgekochtes, ungewürztes Ei und eine Schale mit Wasser. Da Igel meist voller Flöhe sind, ist es sinnvoll, dein eigentliches Haustier von ihnen fernzuhalten. Auch ungewollte Verletzungen auf beiden Seiten kannst du so vermeiden.

Fazit: Ein Haustier kann eine Bereicherung für deinen Alltag sein, bringt aber auch einige Herausforderungen mit sich. Dabei ist es relativ unerheblich, ob du dir ein Tierbaby oder ein altes Haustier zulegst. Beide haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Trotzdem solltest du dir vor der Anschaffung gut überlegen, ob zum Beispiel Temperament, Größe und Lebensrhythmus deines Wunsch-Tieres tatsächlich zu dir passen. Wohnst du zur Miete und möchtest dir etwas Größeres als ein Kaninchen anschaffen, ist außerdem ein Gespräch mit deinem Vermieter Pflicht, denn er muss dir die Haltung zuerst erlauben. Wie oft dein Haustier zum Arzt muss, was du bei der Fütterung beachten solltest und viele weitere nützliche Tipps und Hinweise, mit denen dein Leben einfach tierisch wird, findest du hier, bei SAT.1 Gold.

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